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Das Haus am Jägerberg liegt auf einer leichten Anhöhe am Ortsrand unweit des Starnberger Sees.
Das Grundstück zeichnet sich durch Blickbeziehungen in zwei Richtungen über Wald, Wiesen und Felder aus.
Bei klarer Witterung sind auch die Alpen sichtbar.
Aufgrund der Lage im Übergang zum Außenbereich durfte nur etwa ein Drittel der Fläche bebaut werden.
Wie viele alte Höfe dieser Gegend, liegt der Baukörper deshalb nah an der Straße und zitiert in seiner klaren Gestalt die hier traditionell übliche Typologie des Einseithofes an.
Die Setzung folgt einer präzisen Orientierung nach den Himmelsrichtungen und ermöglicht differenzierte Belichtungs- und Ausblickssituationen, abgestimmt auf die jeweilige Nutzung im Innen- wie im Außenraum.
Die Fassade übersetzt archetypische Elemente ländlicher Baukultur über Materialität und Rhythmus in eine reduzierte, zeitgenössische Architektursprache.
Im Kontrast zur klar gefassten äußeren Kubatur, entfaltet sich im Inneren eine differenzierte Raumstruktur.
Luftig offene Kommunikationsbereiche stehen introvertierten Rückzugsorten gegenüber, die sich bis hin zu nahezu zellenartigen Räumen im Obergeschoß verdichten.
Gezielte Blickbeziehungen in Längs-, Quer- und Vertikalrichtung vernetzen die Räume untereinander und verstärken die räumliche Tiefe sowie den Bezug zur Landschaft.
Die Materialität folgt dem Anspruch an Nachhaltigkeit, Langlebigkeit und einer qualitätsvollen Alterung.
Wandbündige Einbauten sind integraler Bestandteil der Raumstruktur und bieten nicht nur den nötigen Stauraum sondern verbergen auch wesentliche Elemente der Gebäudetechnik.
Die südwestliche Dachfläche ist vollständig mit einer PV-Anlage belegt. Auf Dachöffnungen wurde hier bewußt verzichtet.
Bauherr:
privat
Realisiert:
2021
Credits:
Fotografie Sorin Morar
WORK

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